Viele Tage habe ich überlegt, wie ich das Innenleben der Torte gestalten möchte, letztlich ist das ja jedem selbst überlassen, die Möglichkeiten sind ja schier unendlich :) Letztlich habe ich mich jetzt für diese Variante entschieden, da ich eine fruchtige Füllung als Kontrast zu dem schokoladigen Äusseren haben wollte :)
Los ging es bei mir am Vorabend mit der Anfertigung der Ganache und der Schweinchen, das hat wirklich sehr viel Spass gemacht, hätte nicht gedacht, dass ich soviel Spass am modellieren haben würde.
Zutaten Schweinchen:
250 gr Marzipan
gesiebter Puderzucker nach Belieben
Ich habe für die Schweinchen 125 gr rotes Marzipan mit 125 gr hellem Marzipan verknetet, zwischendurch habe ich immer wieder Puderzucker darüber gesiebt, da sich die Marzipanmasse dann besser modellieren lässt. So habe ich ein schönes Rosa erhalten, was nicht zu hell geworden ist, was ich aber auch nicht wollte. Natürlich kann man auch einfach helles Marzipan nehmen und dieses dann entsprechend mit Lebensmittelfarbe einfärben, das kann man machen wie man mag.
Die Schweinchen habe ich dann nach Lust und Laune modeliert, habe auch kein spezielles Modelierwerkzeug, Messer und Zahnstocher tun es auch. :)
Die fertigen Schweinchen dann auf Backpapier unter einer Tortenhaube über Nacht fest werden lassen, möglichst an einem kühlen Ort, aber nicht im Kühlschrank.
Als nächstes habe ich dann die Ganache zubereitet.
Zutaten Ganache:
200 gr süsse Sahne
400 gr Kuvertüre (nach Belieben, ich habe Vollmilchkuvertüre genommen)
Für die Ganache wird zunächst die Schokolade klein gehackt, geraspelt oder in kleine Stücke gebrochen. Die süsse Sahne zunächst in einem Topf zum Kochen gebracht. Sie soll nur ganz kurz aufkochen, dann bitte direkt vom Herd nehmen.
Nun die heisse Sahne über die gehackte Schokolade geben, darauf achten, dass die Schokolade komplett mit Sahne bedeckt ist. Das Ganze nun 3-4 Minuten stehen lassen, je nachdem wie gross die Schokoladenstücke sind.
Nun die Masse an einem kühlen Ort über Nacht fest werden lassen. Falls man es eilig kann, kann man die Ganache auch ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen. Ich habe sie über Nacht im Schlafzimmer auskühlen lassen.
Am nächsten Tag werden als erstes die Böden für die Torte angefertigt, hierbei habe ich mich für dieses Rezept entschieden, da der Boden nicht zu süss ist, und somit einen schönen Kontrast zum Rest der Torte bildet.
Zutaten für den Boden (24 cm Springform)
(in Anlehnung an das Rezept von der Tortentante)
300 gr Zucker
200 gr Mehl
100 gr Stärke
120 gr Kakao
3 TL Backpulver
2 TL Natron
75 ml Öl
300 gr Schmand
250 ml heisser Kaffee
3 Eier (L)
Den Ofen auf 175 Grad (Umluft) vorheizen und die Springform mit Backpapier auslegen.
Das Mehl, die Stärke, den Kakao, das Backpulver und das Natron in eine Rührschüssel sieben, den Zucker dazu geben und dann nach und nach, während die Küchenmaschine läuft, den heissen Kaffee, das Öl, die saure Sahne und zum Schluss die Eier einrühren.
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Teig für den Boden |
Den Teig in die Form füllen und ca. 40 Minuten backen, Stäbchenprobe nicht vergessen!!
Den Boden gut auskühlen lassen.
Während der Boden auskühlt, kann man schonmal die Füllung vorbereiten. Ich habe mich für diese Füllung entschieden, weil ich eine eine fruchtige Füllung einen schönen Kontrast zu dem schokoladigen Äußeren fand.
Zutaten Himbeer-Käse-Sahne-Füllung
(in Anlehnung an das Rezept von der Tortentante)
360 gr Himbeeren (ich hatte tiefgefrorene)
150 gr Zucker
2 Packungen gemahlene Gelatine
500 gr Speisequark (20 %)
100 gr Vanillejoghurt
400 gr Schlagsahne
etwas geriebene Vanilleschote
Die gemahlene Gelatine in 7-8 EL Wasser ca. 10 Minuten einweichen.
Die Himbeeren mit dem Zucker aufkochen und anschließend 10 Minuten leicht kochen lassen. Immer wieder mal umrühren. Den Topf von der Platte ziehen und die gequollene Gelatine einrühren. Die Fruchtmasse in eine Schüssel füllen und kalt stellen.
Wenn die Masse nach einiger Zeit deutlich fester wird - bei mir hat es ne gute Stunde gedauert- den Quark und den Joghurt einrühren und die Masse wieder in den Kühlschrank stellen.
Nun die Sahne steif schlagen und vorsichtig unter die Frucht-Quark-Masse heben -erneut kühlen weil es so schön war :)
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Making of Füllung |
Die zahlreichen Wartepausen kann man wunderbar nutzen um 2-4 Maschinen Wäsche zu waschen, ein gutes Buch komplett auszulesen oder eben den Frühjahrsputz zu erledigen - soviel Wartezeit, echt unglaublich :D
Nun den Boden mit einem Kuchenmesser o. ä. in 2 oder 3 Böden teilen.
Den untersten Boden auf eine Kuchenplatte legen und einen Tortenring herum stellen.
Die Himbeer-Sahne auf dem untersten Boden verteilen und glatt streichen, die Torte kühlen, bis die Creme spürbar fester geworden ist, und den 2. Boden vorsichtig auflegen.
Den 2. Boden wiederum mit Creme bestreichen, den Deckel oben aufsetzen und vorsichtig andrücken. Wiederum kühlen bis die Creme fester geworden ist.
Einen Tortenkarton auflegen, mit einer glatten, festen Platte abdecken und mit einem Teller beschweren. Die Torte am besten über Nacht im Kühlschrank durchkühlen lassen und fest werden lassen.
Am nächsten Tag den Tortenring entfernen und die Torte mit Ganache einstreichen.
Hierfür die Ganache mit einen Schneebesen gut durchrühren, bis sie etwas heller wird, dann ist sie bereit um weiter verarbeitet zu werden. Die Konsistenz wird dann auch sehr cremig und sie lässt sich gut verstreichen. Meine Ganache war sehr fest vorher, daher habe ich sie portionsweise kurz(!!) in die Mikro gegeben und sie dann mit dem Schneebesen aufgeschlagen.
Danach die Kitkats mit Ganache einstreichen und rundherum festkleben.
Dann schnell ein hübsches Band herumwickeln, da es ohne das Band wohl nicht dauerhaft halten wird. Ist ja doch nur Ganache und kein Kleber :) (Edit: Nach der Kühlphase haben die Kitkats übrigens doch erstaunlich gut gehalten, die Torte stand mehrere Stunden auf der Kaffeetafel und es hat sich keins selbständig gemacht ;)) Fand ich doch sehr überraschend :)
Die restliche Ganache auf die richtige Konsistenz temperieren (relativ flüssig, aber nicht zu flüssig) und oben auf dem Deckel verstreichen. Hiervon gibt es leider kein Foto, da war ich aber auch echt aufgeregt, ob das alles so klappt ;)
Als nächstes die Schweinchen in Position bringen und nett drapieren. :) Fertig :) Gäste einladen und Torte schmecken lassen :)
Insgesamt habe ich an 3 Tagen ca. 12 Stunden (mit Wartezeit) an der Torte gearbeitet, ist also schon sehr zeitintensiv. Man benötigt allein für die Ganache und die Torte eine ganze Nacht zur Kühlung. Dies lässt sich natürlich auch so timen, dass es dieselbe Nacht ist ;) Dafür muss man dann eben mit den Böden und der Füllung anfangen und danach erst die Ganache machen.
Ich würde die Torte trotz der zeitlich sehr intensiven Arbeit jederzeit wieder machen, da sie sich einfach wunderbar variieren lässt bzgl. Füllung, Böden und Deko. Die habe ich sicherlich nicht das letzte Mal gemacht ;)
Geschmacklich war sie auch sehr gut, meine Verkoster waren total begeistert :)
Zum Abschluss dieses -zugegebenermassen sehr langen. Posts noch ein paar Eindrücke in Bildern:
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schweinische Ansichten |
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der Anschnitt |
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das erste Stück |
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ein Teil der Kaffetafel |
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Feuerprobe erfolgreich bestanden |
Ich wünsche euch viel Spass beim nachbacken,
süsse Träume, Eure Vera